TA 152

Focke Wulf Ta 152 H-0 von Kai

Modellbau

Das Vorbild zum Modell wurde im November 1944 fertiggestellt und erhielt die Werknummer 150 005, das eingetragene Stammkennzeichen war CW + CE. Am 08.12.1944 wurde ein Platzflug in Cottbus durchgeführt. Danach wurde das Flugzeug nach Dessau überführt, um bei Junkers für die Triebwerkserprobung genutzt zu werden.

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Zum Modell von Italeri in 1/48
Hier sehen wir einen weiteren Nachkommen der ursprünglich von Trimaster entwickelten Formen. Man sieht ihnen das Alter mittlerweile deutlich an. Einiges an Nacharbeit ist erforderlich, um zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen.

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Das Cockpit wurde so vom Kit übernommen. Die erhabenen Details gestalten das Bemalen der Instrumente und Armaturen recht einfach. Einzig Gurte sucht man vergebens. Hier gibt es Ersatz bei Rehat in Form von Fotoätzteilen.
Eine Schwäche des Bausatzes ist, das man von vorn durch den Ringkühler durchschauen kann. Im Original befinden sich hier Baugruppen, die den Wärmetausch gewährleisten. Etwas Gaze gibt dem Modell an dieser Stelle etwas mehr Realismus.

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Desweiteren wurde für die offen dargestellten Kühlerklappen ein Gestänge ergänzt. Die Fahrwerksschächte wurden rumpfseitig verschlossen. Ein Ausbohren der Auspuffe macht auch gleich einen viel besseren Eindruck.

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Die Antennen unter dem Rumpf entstanden aus Draht, da die Teile aus dem Kit zu dick waren. Für die HF-Antenne zwischen Kabine und Seitenleitwerk wurde ein Stückchen Giesast gezogen und wegen der etwas geöffneten Haube leicht entspannt montiert.

Die Tragflächenenden waren in bester „Gullwing“-Manier auf den äußeren 3cm nach unten gebogen. Ein erstes Richten mittels heißem Wasser scheiterte. Die Verformung war komplexer als zunächst angenommen, da zum Hängen der Enden auch noch eine Verwölbung kam. Also wurden bei Italeri entsprechende Ersatzteile beschafft. Diese sahen dann auch weniger schlimm verbogen aus. Diesmal konnte mit der Heißwasser-Methode die Verformung korrigiert werden. Weiterhin wurden ergänzt: Bremsleitungen für die Fahrwerke, Kanülen für die Darstellung der Kanonen in den Flächenwurzeln und ein Stückchen Draht für die Fahrwerksindikatoren. Die Positionsleuchten sind Resin-Teile und kommen von CMK.

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Lackiert wurde mit Farben von XtraColor. Die recht feine Fleckentarnung auf den Rumpfseiten entstand mit wenig Druck und wenig Farbe in mehreren Durchgängen. Die Airbrush wurde beim Spritzen ständig hin zur Oberfläche und wieder weg bewegt. Ein Entfernen der Nadelkappe war hierbei hilfreich. Die Abgasfahne wurde ebenfalls gespritzt. Verwendet wurde hierfür seidenmatter Klarlack, dem ein Tröpfchen Schwarz zugemischt wurde. Die Hoheitszeichen auf Rumpf und Tragfläche wurden mit Hilfe von selbsterstellten Masken ebenfalls lackiert. Für die kleineren Beschriftungen kamen die Decals aus dem Kit zum Einsatz.

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Fazit
Die aktuelle Abspritzung aus den legendären Trimaster-Formen verlangen nach reichlich Arbeit. Scheut man diese nicht, kann doch ein sehr ansehnliches Modell entstehen.

weitere Bilder der H-0 von Kai in der Bildergalerie 

mit freundlicher Erlaubnis Text und Bilder Focke Wulf Ta 152 H-0 von Kai Röther