Neues vom Rumpfgerüst #26

Stand September 2016

Wieder ein kleines Update.

Fertigung einzelner Baugruppenteile

  • Füllstücke Sitzschienen
  • Gepäckraumblech
  • Sitzschienen Halterungen

Die Sicken wurden tiefgezogen

 

 

Pratze 152.890-01

Es gibt zwar kein eindeutiges Beleg Bild einer Focke-Wulf Ta 152 C oder H, mit untergehängten Zusatztank, dennoch wurde auch die Ta 152 damit erprobt bzw. war es vorgesehen einen Tank mitzuführen.

Angeschlossen wurde der Behälter an einem Schloß 503 B-1, eine Fl. Nummer liegt nicht vor.  Viel interessanter sind die 4 Aufhängepunkte, genannt auch Pratzen 152.890-01.

Diese befanden sich unter dem FlügelmittelteilBilder von einer originalen Pratze

Die Focke-Wulf Ta 152 C sowie auch H Typen konnten laut Ersatzteil-Liste Baugruppe 152.857 wahlweise den 300 ltr. Zusatzkraftstoffbehälter (8-4159 E-2) als Stahlhalbschalenbehälter oder den 170 ltr. Zusatzkraftstoffbehälter (8-4376.011) mit sich führen.

Mit freundlicher Erlaubnis für das Bild Flügelmittelteil und der Zeichnung NASM USA.

Neues vom Rumpfgerüst #25

Zuerst etwas allgemeines:

Seit dem Beitrag #24 steht nur noch Nachbau Ta 152 H, und nicht mehr Nachbau Ta 152 H-1/R11. Da es von einer H-1/R11 bisher kein einziges Cockpitinnenraum Foto (Ausrüstungszustand) gibt, wäre es nicht richtig, sich damit fest zu legen, wie der Rüststand der H-1/R11  ausgesehen haben könnte.

Weiter geht es mit einem sehr kleinen Update

Stand Juni 2016

Es wurde nach Zeichnung und Fotos ein Dichtflasch 152.1o5-o4 12 für die Decke Spant 1A 152.1o5-o4 H o1 angefertigt.

Die Decke über dem Gepäckraum besteht aus vier einzeln Teilen, dafür wurde das Spantsegement Spant 6  190.1o1-27 o2 angeferigt.

 

 

 

Neues vom Rumpfgerüst #24

Stand 04.03.2016

Es gibt wieder neues vom Rumpfgerüst.

Die drei folgenden Bilder zeigen den fast fertigen Einbau der druckdichten Höhensteuerdurchführung. Das letzte Bild zeigt diese druckdichte Durchführung in der bekannten Focke-Wulf Ta 152 H-0 im NASM im original.

Bild aus der NASM Focke-Wulf Ta 152 H-0

Mit freundlicher Erlaubnis von NASM/Focke-Wulf Archiv Bremen

 

Ta-152 H-0 Schwarze 3, W.Nr. 150007

Am 13. /14.03.1945 überführte Ofw. Willi Reschke mit einem zweiten Piloten zwei neue Ta-152 H von Luckau/Alteno nach Stendal. Ofw. Reschke flog damals die schwarze 3, die W.Nr. ist laut seinem Flugbuch nicht zu ermitteln.

Mit freundlicher Erlaubnis von Claes Sundin

Am 14./15.März besuchte Oberstleutnant Dietrich Peltz als Inspekteur der Reichsverteidigung die II. und III. Gruppe des JG 301 in Stendal. Er ließ es sich nicht nehmen und flog bei seinem Besuch am diesem Tag eine der neuen Maschinen selbst.
Als Grundlage dienen 3 Bilder und der Flugbuchauszug von Ofw. Willi Reschke.

  • Bild 1 – Ta-152 – Major Pelz beim Anschnallen im Cockpit – Quelle: Richard von Lutz
  • Bild 2 – Ta-152 W.Nr. 150007 – weiße 7 (rechte Rumpfhälfte) auf einem Flugfeld nach dem Krieg – Quelle: Helmut Nerlinger

Beachte – zwei deutliche dunkle Flecken unter dem Cockpitbereich auf der rechten Rumpfseite die man auch auf den Bildern von Richard von Lutz und Helmut Nerlinger erkennen kann. Da dieser Bereich beim ändern des Stammkennzeichens nicht mit Farbe nachträglich besprüht wurde, war dieser Bereich des Farbmusters wie ein Fingerabdruck und bei jeder Maschine unterschiedlich. Dieses Tarnmuster war nicht der Grundanstrich, der einem festen Farbschema folgte, sondern die frei von Hand aufgesprühte Tarnung.

Die weiße 7 in Stendal

Da sich diese Flecke auf beiden Bilder sehr stark ähneln und gefühlt an der gleichen Stelle sitzen ist es hier der erste Indiz das es sich um ein und dieselbe Maschine handelt, und 
Demzufolge ist Pelz mit hoher Wahrscheinlichkeit die 150007 geflogen.

Der nächste Vergleich bezieht sich auf die Bilder aus der LiF # 13 und den dort gezeigten Bildausschnitten des Leitwerks und des Balkenkreuzes der Maschinen im Line Up in Alteno.
Wie man im Balkenkreuz der Maschine in Alteno sehen kann, befindet sich dort im Balkenkreuz ein deutlich dunklerer Tarnfleck der so im Bild der weißen 7 (Stendal) nicht mehr vorhanden ist.
Ein erneutes lackieren der Balkenkreuze war bestimmt nicht vorgesehen und nicht nötig, wenn die Maschine eine neue Nummer bekam. Somit blieb dieser Bereich in der kurzen Zeit sicher unberührt.

Quelle: Horst Kube

Die Bilder des Seitenleitwerks zeigen im Gegenzug jedoch deutlich, dass die Maschine im Hangar (Stendal) und beim Besuch von Pelz auf dem Platz die gleichen Maschinen sind. Siehe Werknummernausschnitt und der Tarnfleck am oberen Leitwerksrand.

Quelle: Horst Kube

Nun noch zur ursprünglichen ersten Kennummer der Maschine – Reschke schreibt in seinem Flugbuch, dass es sich um eine schwarze 3 gehandelt hat.
Wenn man nun das Farbspektrum der weißen 7 in Stendal verschiebt, erscheinen hinter der weißen 7 die Umrisse einer übermalten 3 und auch der übermalte Buchstabe des ehemaligen Stammkennzeichens der 150007 ein C aus der Kennung CW + CG taucht wieder auf.

Quelle: Stammkennzeichen CW + CG, Buch Dietmar Hermann, s.113, Übersicht der Serienmaschinen aus Cottbus, Werknummernübersicht

Demnach ist folgendes damit sehr wahrscheinlich:

⦁ Willi Reschke flog zuerst die W.Nr. 150007 als schwarze 3 von Alteno nach Stendal
⦁ Pelz flog diese Maschine selbst beim Besuch in Stendal
⦁ Die schwarze 3 wurde im Laufe der Zeit zur weißen 7

Mit freundlicher Erlaubnis von Claes Sundin 

Einen herzlichen Dank an Lars bei der Bildrecherche und Artikelverfassung