Archiv der Kategorie: Geschichte

Die Piloten der Ta 152

Trotz der wenigen Einsätze mit der Focke Wulf Ta 152, gab es doch eine – wenn auch überschaubare – Anzahl an Piloten welche die Maschine flogen. Um diese Piloten – nach Möglichkeit – etwas näher zu beleuchten haben wir eine Übersicht erstellt, welche diese Männer zeigt. Nach und nach wird die Liste erweitert werden.

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Die Geschichte der Werknummer 150 005

Die Geschichte der Ta 152 H-0 mit dem Stammkennzeichen CW + CE und Werknummer 150 005 beginnt bei der Firma Focke Wulf. Hergestellt wurde die Maschine vermutlich in Bremen und die anschließende Montage von Rumpf und Tragflächen erfolgte in Cottbus wo auch die folgenden Fotos entstanden sind.

Von Cottbus aus gelangte die Maschine nach Dessau zur Firma Junkers bei der sie als Motorenträger für die Erprobung des Jumo 213 diente und dort bis Mitte März 1945 verblieb.

Dieses Foto zeigt die Maschine auf der auf der Kompensierscheibe vom Typ ND 12/20 Ae auf dem Flughafen in Cottbus.

Ta 152 H-0_1Stammkennzeichen CW + CE Werknummer 150 005 

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Farbprofile

Auf dieser Seite möchten wir hochwertige Farbprofile der Focke-Wulf Ta 152 vorstellen.

Ta152C-1SanderTa 152 C-0/R11

Geflogen von Flugkapitän Hans Sander, Sorau/Deutschland, 27. Januar 1945Ta152H-1Gr9  Ta 152 H-1 Grüne 9

Geflogen von Oberfeldwebel Willi Reschke, Stab/JG 301 Neustadt-Glewe, Deutschland, 24. April 1945

Ta152H-1ReschkeGBTa 152 H-1 Geflogen von Captain Eric Melrose „Winkle“ Brown, während der Erprobung von erbeuteten deutschen Flugzeugen, Farnborough/England, 22. Oktober 1945

Ta152H-1Gelb1Ta 152 H-1 Gelbe 1 vom 11./JG 301, Alteno/Deutschland, Februar 1945

Ta152H-0Gr6Ta 152 H-0  Grüne 6 vom Stab./JG 301, Leck/Deutschland, May 1945

FritzAufhammerTa 152 H-1 Geflogen von Oberstleutnant Fritz Aufhammer, Stab/JG 301, Stendal/Deutschland, 22. März 1945

An diesem Tag flog Kommodore Fritz Aufhammer mit seiner Maschine zur Focke-Wulf Erprobungsstelle nach Rechlin zu einer Ta 152 Besprechung. Um mit seinem neuen und ungewöhnlichen Flugzeugtyp die deutsche Flugabwehr auf dem Weg zu überleben, ließ er die Maschine Rot streichen. Die Besprechung lief nicht gut und ein frustrierter Aufhammer beendete mit den Worten: „Die Probleme interessieren mich nicht – leckt mich am Arsch! Ich brauche diese Maschinen jetzt!“

mit freundlicher Erlaubnis von Claes Sundin

Bilder: © Claes Sundin – www.luftwaffeinprofile.se/

Ta 152 H-1/R11 Werknr.150167

Die folgenden Aufnahmen zeigen die Ta 152 H-1/R11, W. Nr. 150167, erbeutet in Erfurt-Nord von amerikanischen Truppen. Sie sollte für das Focke-Wulf Werk in Bremen, als industrielle Produktionsvorlage diente. Anfang 1945, in Cottbus hergestellt, wurde sie mit Hilfs-Instrumenten vervollständigt welche die folgenden Komponenten beinhalteten:

  • Schlechtwetterausrüstung
  • LGW K23 Kurssteuerung
  • FuG 125 „Hermine“
  • Beheizte Scheiben
  • Siemens PKS Autopilot

Ta-152 H-1 in Cottbus Werk Nr. 150 167

Ta 152 H-1, Werk Nr. 150 167, Ansicht von hinten links.

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Wie aus der Fw 190 die Ta 152 wurde

Im Jahr 1941 hatte die deutsche Luftwaffe zwei Standardjäger, zum einen die Bf 109 und zum anderen die Focke Wulf Fw 190 A, mit dem robusten luftgekühlten Sternmotor BMW 801. Die Fw 190 A hatte den Vorteil, das gerade die unerfahrenen Flugzeugführer viel besser mit der Focke Wulf zurecht kamen. Außerdem war sie durch den BMW 801 beschussicherer, als die Bf 109 mit ihrem wassergekühlten Daimler Benz Motor. Die beiden Standardjäger standen in einer (in) direkten Konkurrenz zueinander, sodass das RLM (Reichsluftfahrtministerium) sich fast bis zum Kriegsende nicht entscheiden konnte, welcher Jäger von den beiden den Vorzug bekam.

Focke-Wulf Fw 190

Quelle

Aber schon 1942 wäre eine Entscheidung nötig gewesen, da sich die Bf 109 G und die Focke-Wulf 190 A im Luftkampf gerade noch so behaupten konnten. Dem RLM fiel selbst bis Mitte 1943 die Entscheidung schwer, doch Die Zeit für beide Jäger lief aber ab. Messerschmitt schickte die Me 209, Me 309 und Focke-Wulf die Ta 153 die wahlweise mit den beiden Motoren Daimler Benz DB-603 und Jumo 213 bestückt werden konnte ins Rennen.

Flugzeug Messerschmitt Me 109

Quelle

Da das RLM nur eine geringfügige Änderung an dem neuen Baumuster und auch keine stockende Serienfertigung haben wollte, und Focke-Wulf, im August 1943 keine Änderungen für die Ta 153 mehr vorschlug, kam es zur neuen Serienbezeichnung Ta 152. Die Entscheidung über den zukünftigen Standardjäger der Luftwaffe ist damit wohl zugunsten Focke-Wulfs gefallen. Der Fw-190-Höhenjäger ab Anfang September 1943 unter der Bezeichnung Ta 152 H war der neue Favorit des Reichsluftfahrtministeriums. Die angleichung der Zellenausführung des Höhenjägers an die Ta 152 A mit dem Jumo 213 stellte Focke-Wulf vor keine Probleme. Mitte September stand laut erster Baubeschreibung der Ta 152 A entweder der Jumo 213 A oder das DB-603 G Einheitstriebwerk zur Verfügung. Auch der Jumo 213 E, welcher sich noch in der Entwicklung befand sollte eingebaut werden können. Anfang Oktober 1943 stellte Focke-Wulf einen Dringlichkeitsantrag an das RLM, um die Produktion schnellst möglich anlaufen lassen zu können. Dieser Antrag wurde seitens des RLM aber nicht beantwortet. Mitte Dezember 1943 hatte das RLM an den Ta 152 Jäger folgende Anforderungen:

  •  Einheitstriebwerk Jumo 213 A in die Fw-190 A Serienzelle mit möglichst wenigen Änderungen, Bauvorrichtung sollten übernommen werden damit auch der Jumo 213 und DB 603 G problemlos eingebaut können.
  • Einbau der Motorkanone MK 103 oder MK 108, das auch mit minimalen Änderungen
  • Durch das erhöhte Gesamtgewicht, Einbau der größeren Laufräder 740 x 210

Am 20. Dezember 1943 wiederholte Focke-Wulf erneut die Dringlichkeitseinstufung an das RLM, und postwendend kam die Antwort – aufgrund mangelhafter Unterlagen wurde der Antrag abgelehnt. Es dauerte bis Januar 1944 bis Focke-Wulf endlich den Antrag auf Dringlichkeitseinstufung und somit zur beschleunigten Entwicklung der Ta 152 genehmigt wurde. Das RLM bekam Anfang Februar eine erste Termin Verzugsmeldung , weil fast alle Focke-Wulf Kräfte mit der Frontreifmachung der Ta 154 beschäftigt waren, was wiederum zu Lasten der Ta 152 ging. Anfang März 1944 kam dann noch überraschenderweise vom RLM die Forderung nach einem zusätzlichen Einbau von ungeschützten Kraftstoff Flügelbehältern. Damit war und wurde eine erneute Entwicklungsverzögerung vorprogrammiert. Somit war wieder alles offen, denn weder für die Ta 152 A noch B waren Versuchsmuster festgelegt worden und die Entwicklung wurde dadurch deutlich verschleppt. Die Priorität lag schließlich bei den Versuchsmustern für die Ta 152 H.

Quelle: Dietmar Hermann: Focke-Wulf Ta 152 „Wie aus der Fw 190 die Ta 152 wurde“, Flugzeug Classic Jan. 2010, s.14 bis 21